Vom Gesetz zur Umsetzung: Schutz für Hunde und Katzen stärken

Gemeinsam mit der Abgeordnetengruppe für Klimawandel, Biodiversität und nachhaltige Entwicklung habe ich die Veranstaltung „Die neuen EU-Vorschriften zum Wohlergehen und zur Rückverfolgbarkeit von Hunden und Katzen – eine wirksame Umsetzung sicherstellen“ ausgerichtet.

Ein zentraler Erfolg des neuen Gesetzes ist die verpflichtende Kennzeichnung und Registrierung von Hunden und Katzen mittels Mikrochip. Als Berichterstatterin des Umweltausschusses habe ich mich besonders dafür eingesetzt, dass diese Regelung auch für Tiere privater Halterinnen und Halter gilt. Nur so können wir illegalen Tierhandel, unseriöse Zuchtpraktiken und das Aussetzen von Tieren wirksam bekämpfen und die Rückverfolgbarkeit insbesondere im Online-Handel verbessern.

Mit der Verabschiedung des Gesetzes beginnt nun die nächste wichtige Phase: die Umsetzung. Damit die neuen Vorschriften ihre volle Wirkung entfalten können, müssen sie in allen Mitgliedstaaten wirksam und kontrollierbar umgesetzt werden.

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Behörden und Zivilgesellschaft haben wir darüber diskutiert, wie dies gelingen kann. Beispielsweise sollten bestehende nationale Register nach Möglichkeit in das neue System integriert werden, um auf bewährten Strukturen aufzubauen und unnötige Doppelstrukturen zu vermeiden. Gleichzeitig sollte die allgemeine Chip-Pflicht deutlich früher eingeführt werden als die derzeit vorgesehene Übergangsfrist von bis zu 15 Jahren.

Zu den Diskussionsteilnehmenden zählten unter anderem meine Kollegin Tilly Metz, Andrea Gavinelli von der Generaldirektion Gesundheit (DG SANTE) der Europäischen Kommission sowie Georgia Diamantopoulou, Leiterin der EU-Politik bei der Tierschutzorganisation Four Paws.