PFAS: Kommunen brauchen Unterstützung – jetzt handeln

Heute habe ich ein Treffen mit 20 Fachleuten aus lokalen und regionalen Behörden Europas organisiert, um über die Belastung durch PFAS, sogenannte Ewigkeitschemikalien, zu sprechen und nach Lösungen zu suchen.

Eines wurde klar: Städte und Regionen dürfen mit diesem Problem nicht länger allein gelassen werden. Sie tragen die Hauptlast bei Trinkwassersicherung, Abwasserreinigung und Altlastenmanagement – oft ohne ausreichende gesetzliche Vorgaben oder finanzielle Unterstützung.

Beispiele wie das stark belastete Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin-Tegel oder aus der Region Lyon zeigen die Dringlichkeit: PFAS gelangen über Industrieabwässer in Böden, Flüsse, Trinkwasser, und in unsere Körper. Und dass, obwohl sichere Alternativen vielfach längst existieren.

Es muss klar sein: Dort, wo PFAS direkt mit Menschen oder Umwelt in Kontakt kommen, gehören sie verboten. In sensiblen Bereichen wie Medizintechnik oder Windrädern muss sichergestellt werden, dass PFAS am Ende des Produktzyklus zerstört werden – auch das ist heute schon möglich.

Der heute vorgestellte PFAS-Aktionsplan fordert unter anderem:

– stärkere Prävention,

– Einhaltung/Festlegung des Verursacherprinzip,

– besseren Datenaustausch und

– die Harmonisierung der Grenzwerte in der EU.

Wir werden die Inhalte des Aktionsplans in den kommenden Tagen weiter vorstellen. Heute war der Startschuss für eine enge Zusammenarbeit zwischen Regionen, Städten und dem Europäischen Parlament – zum Schutz von Menschen, Umwelt und unserer kommunalen Infrastruktur.