28 Jan. Neue Gentechniken (NGT) schlecht für Verbraucher und Umwelt!
Die heutige Abstimmung im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments für eine EU-Verordnung zu sogenannten Neuen Gentechniken (NGT) eröffnet den Weg für Rückschritte in den Bereichen des Verbraucher- und Umweltschutzes sowie für die gentechnikfreie Landwirtschaft in Europa.
Das Gesetz sieht vor, den Großteil der NGT-Pflanzen, nämlich die der Kategorie I, konventionellen Pflanzen gleichzustellen – ohne Kennzeichnung auf dem Endprodukt. Lediglich Saatgut müsste gekennzeichnet werden. Das halte ich für völlig verantwortungslos, denn es nimmt Verbrauchern die Freiheit, bewusst zu entscheiden, was auf ihren Tellern landet. Darüber hinaus würde das Vorsorgeprinzip ausgehöhlt, da es für NGT-Pflanzen der Kategorie I keine umfassende Risikoprüfungen geben soll.
Auch die bäuerliche Landwirtschaft wäre erheblichen Risiken ausgesetzt: mehr Marktmacht für große Saatgutkonzerne, stärkere Abhängigkeiten durch Patente und wachsende Konflikte bei unbeabsichtigten Verunreinigungen von Feldern.
Was hier also als wissenschaftlicher Fortschritt verkauft wird, ist hauptsächlich Deregulierung. Ich fordere eine konsequente Förderung von ökologischer Pflanzenzüchtung und eine Agrarpolitik, die regionale Kreisläufe stärkt. Die wirklichen Lösungen für Klimakrise, Artensterben und Ernährungssicherheit liegen nicht im Labor, sondern auf dem Acker – in einer nachhaltigen, gentechnikfreien Landwirtschaft!
Eine letzte Chance, diesen Text zu stoppen, ist die bevorstehende Plenarabstimmung in Straßburg. Das wird allerdings sehr schwer, da es eine Mehrheit für Gentechnik gibt!