EU-Abgeordnete Ripa solidarisiert sich mit Stahl-Beschäftigten: Saarländische Stahlindustrie braucht verlässliche Perspektiven

Pressemitteilung

EU-Abgeordnete Ripa solidarisiert sich mit Stahl-Beschäftigten: Saarländische Stahlindustrie braucht verlässliche Perspektiven

„Zukunft der ganzen Region steht auf dem Spiel“

Saarbrücken/Völklingen (12.06.2026). Anlässlich des heutigen Stahl-Aktionstages in Völklingen erklärt die saarländische Europaabgeordnete Manuela Ripa (ÖDP):

„Ich erkläre mich ausdrücklich solidarisch mit den Beschäftigten und den heutigen Protesten in Völklingen. Die Sorgen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind berechtigt. Es geht nicht nur um die Zukunft einzelner Betriebe oder Arbeitsplätze, sondern um die Zukunft einer ganzen Region.

Die saarländische Stahlindustrie gehört zu den Vorreitern der klimafreundlichen Transformation in Europa. Unternehmen und Beschäftigte haben frühzeitig den Weg hin zu einer CO₂-armen Stahlproduktion eingeschlagen und damit Verantwortung für Klima, Wirtschaft und künftige Generationen übernommen. Diese sogenannten ‚Early Movers‘ dürfen jetzt nicht benachteiligt werden. Wer früh handelt und Milliarden in klimafreundliche Technologien investiert, muss darauf vertrauen können, dass die politischen Rahmenbedingungen diesen Einsatz honorieren.

Genau deshalb setze ich mich im Europäischen Parlament seit Langem dafür ein, dass Vorreiter der Transformation unterstützt und nicht bestraft werden. Zuletzt habe ich dies auch im Rahmen einer Anhörung des Europäischen Parlaments zur Reform des Europäischen Emissionshandelssystems (ETS) deutlich gemacht. Unternehmen, die frühzeitig in die Dekarbonisierung investiert haben, müssen weiterhin ausreichend Planungssicherheit erhalten. Dazu gehört auch, über Instrumente wie eine gezielte freie Zuteilung von Zertifikaten für Transformationsvorreiter nachzudenken, damit ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten bleibt und Investitionen in klimaneutrale Produktion belohnt werden.

Die Stahlindustrie ist das industrielle Rückgrat des Saarlandes und von zentraler Bedeutung für Wertschöpfung, Beschäftigung und sozialen Zusammenhalt. Deshalb braucht es jetzt klare industriepolitische Signale auf europäischer und nationaler Ebene: eine verlässliche Förderung der klimaneutralen Stahlproduktion, faire Wettbewerbsbedingungen und einen wirksamen Schutz vor klimaschädlich erzeugtem Dumping-Stahl aus Drittstaaten.

Klimaschutz und industrielle Wertschöpfung dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Nur wenn wir beides zusammen denken, können wir gute Arbeitsplätze erhalten, unsere Industrie stärken und gleichzeitig unsere Klimaziele erreichen.“