09 Juli Der digitale Euro ist ein wichtiger Schritt für ein souveränes und resilientes Europa.
Heute sind wir bei digitalen Zahlungen in hohem Maße von außereuropäischen Anbietern abhängig. Mit dem digitalen Euro schaffen wir eine europäische Alternative, stärken unsere digitale Souveränität und machen uns unabhängiger von amerikanischen Bezahlsystemen. Das erhöht die Resilienz Europas – gerade in einer Welt, in der geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Abhängigkeiten immer stärker zunehmen.
Wie real diese Abhängigkeit ist, hat ein aktueller Fall gezeigt: Gegen Francesca Albanese wurden nach US-Sanktionen Zahlungsdienste eingeschränkt. Solche Fälle verdeutlichen, dass der Zugang zu internationalen Zahlungssystemen durch politische Entscheidungen beeinflusst werden kann. Auch wenn die Umstände dieses konkreten Falls umstritten sind, zeigt er, wie wichtig es für Europa ist, über eine eigene, robuste Zahlungsinfrastruktur zu verfügen.
Dabei ist eines ganz wichtig: Der digitale Euro schafft das Bargeld nicht ab. Bargeld muss erhalten bleiben und auch künftig überall dort genutzt werden können, wo Menschen bar bezahlen möchten. Der digitale Euro ist eine zusätzliche Option, kein Ersatz.
Ein digitaler Euro stärkt außerdem den Wettbewerb im Zahlungsverkehr, fördert Innovationen im europäischen Finanzsektor und sorgt dafür, dass Europa bei einer Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts nicht dauerhaft von anderen abhängig bleibt. Gleichzeitig müssen Datenschutz, Datensicherheit und die Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger uneingeschränkt gewährleistet sein.
Deshalb habe ich für den digitalen Euro gestimmt.