30 Okt. Drei intensive Tage auf der Weltnaturkonferenz COP17
Mit einer Delegation des Europäischen Parlaments habe ich zahlreiche Gespräche geführt: mit der UN, der Weltbank, dem Weltbiodiversitätsrat, NGOs, Jugendorganisationen, Vertretern indigener Völker, Unternehmen und Vertretern verschiedener Staaten – von China über Panama bis nach Afrika.
Was mich positiv gestimmt hat: Zwei Wochen lang steht hier der Schutz unserer Natur und Artenvielfalt im Mittelpunkt! Länder stellen ihre Projekte vor, teilen Erfahrungen und suchen gemeinsam nach Lösungen. Dieser internationale Austausch ist unglaublich wertvoll!
Aber ich nehme auch Ernüchterung mit: Wenn sich 196 Vertragsstaaten auf gemeinsame Beschlüsse einigen müssen, werden ambitionierte Ziele schnell verwässert. Gerade beim Abbau umweltschädlicher Subventionen fehlt der politische Wille einiger Länder.
Die große COP der Umsetzung ist es leider nicht geworden. Dabei brauchen wir dringend mehr konkrete Maßnahmen statt unverbindlicher Absichtserklärungen.
Trotzdem sind solche Konferenzen unverzichtbar. Denn sie bringen Menschen und Staaten zusammen, die etwas bewegen wollen.
Eines ist für mich nach diesen drei Tagen noch klarer: Naturschutz ist keine Option, sondern eine absolute Notwendigkeit – für unsere Lebensgrundlagen und das Wohlergehen von uns allen!