21 Aug. Weniger Müll, mehr Wiederverwendung – aber kleine Betriebe nicht überfordern!
Europa produziert noch immer riesige Mengen Verpackungsmüll. Die neue EU-Verpackungsverordnung ist deshalb ein wichtiger Schritt. Unnötige Verpackungen sollen vermieden und Einweg stärker durch Mehrweg ersetzt werden. Denn Recycling allein reicht nicht. Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht.
Ein weiterer wichtiger Fortschritt: PFAS werden in Lebensmittelverpackungen wie Einweggeschirr, Take-away-Verpackungen und Essenskartons stark eingeschränkt. Diese langlebigen „Ewigkeitschemikalien“ gehören nicht in Verpackungen, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen.
Doch die Verordnung hat auch eine Schattenseite. Seit dem 12. August greift eine neue Bevollmächtigtenpflicht für Unternehmen, die verpackte Waren direkt in andere EU-Länder verkaufen. Für kleine Onlinehändler entstehen dadurch zusätzliche Kosten in jedem Zielland, selbst bei geringen Versandmengen. Der grenzüberschreitende Handel kann so unwirtschaftlich werden, während große Konzerne diese Kosten leichter tragen können.
Deshalb braucht es jetzt eine gezielte Entlastung für Kleinst- und Kleinunternehmen. Dafür werde ich mich im Europäischen Parlament einsetzen. Die Beratungen müssen zügig vorankommen, damit die betroffenen Betriebe Klarheit und Planungssicherheit erhalten.
Die Richtung stimmt: weniger Müll, mehr Mehrweg und raus mit PFAS aus Lebensmittelverpackungen. Aber Umweltschutz muss auch für kleine Betriebe praktisch und wirtschaftlich umsetzbar sein.