Waldbrände: Vorsorge statt Schadensbegrenzung

Meine Gedanken sind bei den Menschen, die aufgrund der verheerenden Waldbrände in Südfrankreich und Spanien ihre Häuser verlassen mussten, bei den Einsatzkräften, die unter schwierigsten Bedingungen gegen die Flammen kämpfen, und bei den unzähligen Tieren, die ihren Lebensraum verlieren.

Jetzt hat oberste Priorität, Menschenleben zu schützen und die Brände so schnell wie möglich unter Kontrolle zu bringen. Die Einsatzkräfte leisten dabei Außergewöhnliches und verdienen die vollste Unterstützung.

Diese Brände sind jedoch kein Einzelfall. Waldbrände, Dürren, Starkregen und Überschwemmungen nehmen in Europa immer weiter zu. Die Klimakrise zeigt längst ihre dramatischen Folgen – und wir dürfen sie nicht länger ignorieren oder kleinreden.
Die Katastrophenschutz im Europa muss weiter ausgebaut werden.
Und natürlich brauchen die betroffenen Regionen jetzt schnelle Unterstützung. Aber finanzielle Hilfen allein reichen nicht aus. Wir müssen endlich die Ursachen bekämpfen und unsere Gesellschaft widerstandsfähiger machen.

Dazu gehört konsequenter Klimaschutz ebenso wie ein entschlossener Schutz und die Wiederherstellung unserer Natur. Die Politik gerade vor Ort muss ihre Wälder klimaresilient machen, Flüsse und Auen renaturieren, Moore wiedervernässen und natürliche Ökosysteme stärken. Denn intakte Natur ist unser bester Schutz vor Hitze, Dürre, Hochwasser und anderen Extremereignissen.

Wer den Klimawandel weiter leugnet oder Umwelt- und Naturschutz ausbremst, verschärft die Probleme von morgen. Jedes vermiedene Zehntelgrad Erderwärmung zählt. Deshalb brauchen wir jetzt entschlossenes Handeln- für den Schutz von Mensch, Natur und unserer gemeinsamen Zukunft.