30 Juni GLOBE EU: Politik und Praxis für die Kreislaufwirtschaft zusammenbringen
Nur etwa 12 % der in der EU verwendeten Materialien stammen aus Recycling. Dabei steckt in einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft enormes Potenzial für den Klimaschutz, die Wettbewerbsfähigkeit Europas und dafür, dass wir innerhalb der planetaren Grenzen wirtschaften.
Als Präsidentin von GLOBE EU habe ich gemeinsam mit meiner Fraktionskollegin Sirpa Pietikäinen und Bruno Tobback von den Sozialdemokraten die Konferenz „Circularity: Bridging Policy and Practice“ organisiert. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft haben wir diskutiert, wie Europa den Übergang zur Kreislaufwirtschaft beschleunigen kann.
Für meine Partei, die ÖDP – Die Naturschutzpartei und mich, bedeutet eine echte Kreislaufwirtschaft, Ressourcen von Anfang an sparsam einzusetzen und Produkte möglichst lange im Kreislauf zu halten. Denn die nachhaltigste Ressource ist die, die gar nicht erst verbraucht wird.
Die Konferenz kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt. Demnächst wird die Europäische Kommission ihren neuen Circular Economy Act vorstellen. Es gilt, die politischen Weichen so zu stellen, dass Kreislaufwirtschaft zum wirtschaftlichen Standard in Europa wird.
Europa hat bereits viele innovative Unternehmen, die zeigen, wie Kreislaufwirtschaft in der Praxis funktioniert. Was sie jetzt brauchen, sind Gesetze, die Innovation fördern statt ausbremsen. Wer in nachhaltige Technologien investiert, braucht Planungssicherheit und faire Wettbewerbsbedingungen. Auch dürfen hochwertige Recyclingmaterialien nicht länger benachteiligt werden.