21 Mai Neue EU-Maßnahmen gegen die negativen Auswirkungen globaler Stahlüberkapazitäten beschlossen
Diese Woche haben wir im Plenum des Europäischen Parlaments neue Maßnahmen gegen die negativen Auswirkungen globaler Stahlüberkapazitäten beschlossen. Das ist ein wichtiges Signal für Europas Industrie und Arbeitsplätze.
Ich begrüße die Zustimmung des Parlaments zur neuen Verordnung zum Schutz des europäischen Stahlmarktes ausdrücklich. Die neuen, WTO-konformen Regeln sollen den unfairen Wettbewerbsdruck durch billige Stahlimporte eindämmen und gleichzeitig faire Wettbewerbsbedingungen in Europa sichern.
Vorgesehen sind zollfreie Importquoten, während höhere Zölle greifen, sobald diese überschritten werden. Zudem stärkt die sogenannte „Melt-and-Pour“-Regelung die Nachverfolgbarkeit der tatsächlichen Herkunft von Stahl und verhindert Umgehungen über Drittstaaten.
Gerade in meiner Heimatregion im Saarland hat die Stahlindustrie eine besondere Bedeutung. Viele Arbeitsplätze und zahlreiche Familien sind seit Generationen eng mit ihr verbunden. Unternehmen wie Saarstahl zeigen zugleich, dass der Wandel hin zu einer klimafreundlichen und innovativen Stahlproduktion möglich ist. Als Vorreiter bei der Dekarbonisierung der Stahlindustrie darf dieser Transformationsprozess nicht durch unfairen Wettbewerbsdruck und Billigimporte gefährdet werden.