Abstimmung über EU-Strategie für nachhaltige und kreislauffähige Textilien

Ein wichtiger Tag für die Kreislaufwirtschaft: Am 28. März fand die Abstimmung über eine EU-Strategie für nachhaltige und kreislauffähige Textilien im Industrieausschuss statt. Als Schattenberichterstatterin in diesem Ausschuss für meine Fraktion Greens/ EFA freut es mich, dass wir viele positive Aspekte einbringen konnten.
So haben wir nun das Thema FastFashion im Text berücksichtigt sowie positive Ergänzungen zur Kreislaufwirtschaft, Wiederverwertbarkeit und schadstofffreien Textilien vorgenommen. Auch haben wir die biologische Abbaubarkeit und den schrittweisen Ausstieg aus nicht recycelbaren Fasern bedacht.
 
Lange genug haben wir zugesehen, wie FastFashion immer schlimmere Ausmaße angenommen und immer größere Müllberge produziert hat. Deshalb wollten wir
mit der EU-Textilstrategie eine Trendumkehr hin zu langlebigen, reparierbaren und schadstofffreien Produkten. Die Abstimmung im Industrieausschuss ist der erste Schritt dahin. Mir war es auch wichtig einzubringen, dass es neben dem Digitalen Produktpass (DPP) auch eine analoge Form des DPP gibt. Damit soll künftig für die Konsument*innen direkt auf einen Blick klar sein, wie nachhaltig ein Produkt ist, wie es produziert wurde und wie es repariert werden kann.
 
Mit der heutigen Abstimmung haben wir somit ein starkes Zeichen für mehr Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft in der Textilindustrie gesetzt. Vor der Plenarabstimmung in Straßburg im Mai muss nun noch der federführende Umweltausschuss über die Textilstrategie abstimmen.
Meine Hoffnung: dass wir dem Motto „Immer mehr, immer schneller, immer billiger“ endlich ein Ende setzen können, und damit nicht nur die Umwelt entlasten können, sondern auch kleine Modefirmen in der EU stärker unterstützen, die ausschließlich nachhaltig produzierte Stoffe verwenden und unverkaufte Kleidung upcyceln!